Karl Wommer, der aus der Firma „Gebrüder Wommer“ 1909 ausschied, musste auf Grund einer Konkurrenzklausel im Ausstiegsvertrag zunächst einem Bereich fernab der Fleischereimaschinenproduktion arbeiten. Er sattelte am 1.11.1911 auf die Elektromotorenproduktion mit seinem Einstieg in die Firma „Weller & Co.“ um.
Aus der Folge einiger Umfirmierungen ging die Firma „Wommer Werk G.m.b.H.“, Leipzig hervor. Gegenstand der „Wommer Werk GmbH“ um 1913 war die Fabrikation und Vertrieb von Gleich-, Dreh- und Wechselstrommaschinen und Apparaten. Nach dem ersten Weltkrieg und Ablauf der Konkurrenzklausel gelang der Wiedereinstieg in die Fleischereimaschinenproduktion unter der Marke „Lipsia“. Beliefert wurde Darm- und Fleischereigerätehändler im In- und Ausland. Damit stand er in direkter Konkurrenz zum Bruder Max Wommer der „Gebrüder Wommer“. Im September 1921 steigt der Ingenieur Johannes Junghans – Gatte Karls Tochter – in die Firma als Betriebsleiter ein. Die Firma suchte sich einen neuen Standort an der Zschochersche Str. 60. Jedoch musste infolge der Rezession und Hyperinflation die Firma Mitte der 20er Insolvenz beantragen. Der neue Firmensitz in Plagwitz wurde wieder verworfen und wieder am vorherigen Standort in der Franz-Flemmingstr. 7 produziert.

1933 folgt eine Neufirmierung als Wommer „Lipsia“ Fleischereimaschinen-Kom.-Ges. und eine Standortverlegung in die Philipp-Reis-Straße 83, Leipzig. Zu diesem Zeitpunkt lenkte bereits der Ingenieur Johannes Junghans das Geschick der Firma, die Ende der 30er in der Bülowstr. 41 ansässig war.