Wurstfüll-Maschinen – techn. Stand 1908

Im Katalog #26 taucht plötzlich eine ganze Reihe von kleineren Füllern in der neuartiger stehenden bzw. altbewährten liegenden Bauart mit einer neuen 500er Kennzeichnung auf. Der Einsatz derartiger Maschinen eignete sich in kleineren Fleischereien oder Hotels. Die größeren stehenden Konstruktionen (mit Buchstaben gekennzeichnet), wurden nun mit größeren und nun auch verzinnten nahtlosen Fülltrichtern in den Größen 12, 18, 24, 30 und 40 mm Durchmesser hergestellt und alternativ mit einfachen Deckelverschluss angeboten. Auch die Füller mit Kraftbetrieb gab es nun in drei Varianten mit bis zu 50 Litern Volumen. Neu in dem Katalog um 1908 war zudem, dass erstmals Telegramm-Wörter für Maschinenbestellungen in Verwendung waren. Folgende Beschreibung findet sich in einem Katalog von ca. 1908 wieder:

Wurstfüll-Maschinen

"Saxonia" - Wurstfüllmaschinen Nr 500 und 510 - ca. 1908

"Saxonia" Wurstfüllmaschinen Nr. 520 und 530 - mit Räderübersetzung ca. 1908

"Saxonia" Wurstfüllmaschine Nr. 550 - mit doppelter Räderübersetzung ca. 1908

"Saxonia" Wurstfüllmaschine Nr. 560 liegende Konstruktion ca. 1908


"Saxonia" Wurstfüllmaschinen Nr. 570 und 571 liegende Konstruktion - ca. 1908

„Saxonia“ Wurstfüllmaschinen

~ Deutsches Reichs Patent. ~

Von jeher wurde die stehende Füllmaschine hauptsächlich wegen ihres geringen Platzbedarfes und der bequemen Arbeitsweise allen andern Konstruktionen vorgezogen. Jedoch ein Missstand musste mit in Kauf genommen werden, nämlich dass der den Zylinder verschließende Deckel nach kurzer Arbeitsdauer trotz aller Leder- und Gummidichtungen nicht mehr dicht hielt, weil das Deckelscharnier durch den Gebrauch sich lockerte und dadurch zu ständigen Reparaturen Veranlassung gab. Diesem Übelstand ist mit unserer durch Deutsches Reichs-Patent geschützten Deckelkonstruktion vollständig abgeholfen.

Unsere Konstruktion ist die einfachste und natürlichste aller bestehenden. Wir garantieren, dass unser Deckel ohne Gummi- oder Lederdichtung, Eisen auf Eisen absolut dicht hält und zwar dauernd für alle Zeiten. Solange die Füllmaschine überhaupt noch zu gebrauchen ist, solange hält der Deckel dicht, weil durch die natürliche Abnutzung der Deckel sich mit dem oberen Zylinderrand stets von selbst dicht schleift und der zentrale Druck auf den Deckel die Auflageflächen überall gleichmäßig fest anpresst.

Ein weiterer Vorzug ist, dass der Deckel beim Öffnen sich entgegengesetzt der Kurbelseite stellt, wodurch die Zylinderöffnung völlig frei wird und ein sehr bequemes Arbeiten an der Maschine zulässt.

Die kleinen Getriebe sind mit der Welle aus einem Stück Stahl geschmiedet und gefräst. Die Räder sind entsprechend den langjährigen Erfahrungen so verstärkt, dass ein Bruch fast ausgeschlossen ist. Sämtliche Größen dieser Maschinen gehen gleichmäßig leicht.

"Saxonia" - Wurstfüllmaschine A - ca. 1908

"Saxonia" - Wurstfüllmaschine B - ca. 1908

"Saxonia" - Wurstfüllmaschine C - ca. 1908

"Saxonia" - Wurstfüllmaschine D - ca. 1908

"Saxonia" - Wurstfüllmaschine E - ca. 1908

"Saxonia" - Wurstfüllmaschinen AG-EG  - ca. 1908

Preise für Ersatzteile

"Saxonia" - Wurstfüllmaschine EK und FK zu Kraftbetrieb - ca. 1908

"Saxonia" - Wurstfüllmaschine GK zu Kraftbetrieb - ca. 1908

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