Wiegekutter

Der „Saxonia“-Wiegekutter war nicht etwa ein Notbehelf oder eine Zusammenstellung von bereits bekannten Maschinen, Zwilling, Eiskutter und dergleichen – Der „Saxonia“-Wiegekutter (Schnellschneider) war Mitte der 20er eine der wertvollsten Neuerfindung: ein Typ von Einzelmaschine mit völlig neuem Schneideprinzip. Die Idee dahinter: Wer kauft in guten oder schlechten Zeiten drei Maschinen, wenn er für gleichen Zweck nur eine nötig hat? Diese Erkenntnis sorgt dafür, dass der „Saxonia“-Wiegekutter sich Bahn brach und mehr und mehr verbreitete.

Dem Anfänger war er die billigste und beste vollständige Anlage, da der Wiegekutter ohne Transmission direkt vom Elektromotor angetrieben werden konnte.

Dem mittleren Betrieb war bei notwendiger Vergrößerung ein Wiegekutter am dringlichsten zu empfehlen, weil durch ihn allein die Arbeit zugleich von Wiegeapparat, Wolf, Kutter und Mengemaschine geleistet werden konnte. Nur der Wiegekutter vermochte alle vorhandenen Maschinen zu entlasten oder zu ersetzen. Er erhöhte die Leistungsfähigkeit des Betriebes und es gab früher Feierabend.

Dem Großbetrieb konnte der Wiegekutter, ohne dass vorgeschrotet werden musste, die Arbeit von fünf Wiegeapparaten in gleicher Zeit gleichgut leisten. Ferner gab es keine andere Maschine, die schneller und sauberer im Schnitt von Knackwurst, Brat-, Bier-, Mett-, Block-, Schlack-, Cervelat-, Salami- oder irgendwelche andere Rohwurst mit Fein- oder Grobschnitt füllfertig lieferte – Der Wiegekutter war also eine Spezial-Maschine für die Herstellung bestimmter Wurstsorten, die in großer Menge hergestellt wurden.

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