Wurstfüllmaschinen

Die Füllmaschinenfabrikate standen von jeher bei dem Familienunternehmen obenan. Bereits der Begründer der Firma Wilhelm Wommer sen. brachte im Jahre 1870 erstmalig eine garantiert luftdicht arbeitende Füllmaschinen mit eisernem Zylinder und Kolben ohne jedes Dichtungsmaterial, wie Leder oder Gummiringe usw., einfach durch exakte Passarbeit von Eisen auf Eisen, auf den Markt. Eine weitere Innovation war die erstmalige Einführung des geteilten Lagers der Triebwelle im Fundament.

Jedoch haftete trotz aller Vervollkommnungen auch der besten Füllmaschine immer ein großes Übel an: der verhältnismäßig rasche Verschleiß. So stellte man in der 1924 erschienenen Preisliste „Original-Wommer Saxonia“ klar, dass sich nirgends falsche Sparsamkeit beim Kauf einer Maschine mehr straft als beim Füller. Um kostspieligen Reparaturen und Neuersatz vorzubeugen, wurde folgende Mittel empfohlen:

I. Kaufe nur ein erstklassiges Fabrikat,
II. Verlange extra starke Ausführung mit auswechselbaren Phosphor-Bronzelagerschalen, die die Maschine dauernd auf ihrem Wert erhalten.

Dass eine Füllmaschine dicht ist, brauchte sich bereits in den frühen 20ern kein Fabrikant als ein besonderes Verdienst anzurechnen. Damals war der Maßstab für den dauernden Wert einer Füllmaschine in der soliden Lagerung zu suchen, weshalb sich damals die Gebrüder Wommer dazu entschlossen, außer den hinlänglich bekannten Füllmaschinenausführung noch eine extra starke Qualität aufzunehmen, die für einen verhältnismäßig geringen Mehrpreis auf die Dauer des Gebrauchs bedeutende Ersparnisse sicherte.

Allen maschinenverständigen Fleischermeistern wurde damals diese Maßnahme höchst empfohlen. Und sie hat sich wohl gelohnt – vor einigen Jahren wurde ich noch nach Ersatzteilen für derartige Maschinen aus den 20ern kontaktiert…

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